Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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Filmtipp
„Das brandneue Testament“
 
Gott wohnt in Brüssel. Und zwar in einer dunklen, versifften Wohnung mit Frau und Tochter. Seine Familie behandelt er so unmöglich, dass sein Sohn, „JC“, sich schon lange aus dem Staub gemacht hat. Gott ist nämlich ein ungepflegter, jähzorniger Tyrann, der seine Tage mit Kippe im Mund im schmuddeligen Bademantel verbringt. 
 
Der Film „Das brandneue Testament“ wird aus der Perspektive der Tochter mit viel Frische und Witz erzählt. Die musikalische Untermalung verstärkt den poetischen Unterton. Mit Catherine Deneuve als Geliebte eines Gorillas, Benoît Poelvoorde als Gott und Yolande Moreau in der Rolle der unterdrückten Ehe- und Hausfrau Gottes ist der Film hochkarätig besetzt. 


 
Mit seinem „Brandneuen Testament“ liefert der belgische Regisseur Jaco van Dormael eine Komödie mit Tiefgang, die schöne absurd-poetische Antworten auf existentielle Fragen aufzeigt: Wie kann der Mensch mit seiner eigenen Endlichkeit umgehen? Was ist wirklich wichtig, wenn man weiß, (wann) man stirbt? Und wie möchte man wirklich leben, wenn Geld plötzlich keine Rolle mehr spielt? Der Blick auf die Charakter, allesamt Außenseiter, ist zärtlich und voller Zuneigung, nie urteilend oder wertend. Wie oft in belgischen Filmen mutet der Unterton absurd an. Hier gelingt aber eine sehr unterhaltsame Erzählung, die gleichzeitig surreal ist und doch hoffnungsvoll stimmt.
 
„Das brandneue Testament“ läuft seit dem 3. Dezember 2015 in den deutschen Kinos.
   
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