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Literaturtipp
Bildband „Exodus“ von Sebastião Salgado

Mehr als sechs Jahre lang porträtierte der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado weltweit Menschen, die ihre Heimat aufgrund von Krieg, Völkermord, Unterdrückung, Elend und Hunger verlassen mussten. Seit sein Bildband "Migranten“ 2000 veröffentlicht wurde, sind neue Krisenherde entstanden, sind weitere Millionen an Menschen auf der Flucht. Unter dem Titel „Exodus“ erschien sein Bildband im Sommer 2016 deshalb in einer Neuauflage.

Für Sebastião Salgado sind Migranten und Menschen, die fern ihrer Heimat ein neues Leben aufbauen müssen, „heimliche Verbündete“. Durch seine eigene Flucht vor der brasilianischen Militärdiktatur nach Europa im Jahr 1969 erklärt sich seine tiefe, persönliche Verbindung zum einem Thema, das aktueller nicht sein könnte.



Der 1944 in Brasilien geborene Salgado studiert zunächst Wirtschaftswissenschaften und arbeitet für verschiedene international tätige Institutionen und Agenturen, bevor er sich der Fotografie zuwendet. Als Autodidakt erlangt er plötzliche Berühmtheit, als er im März 1981 am Seiteneingang des Hilton Hotels in Washington zufällig den Attentatsversuch an Ronald Reagan mit der Kamera festhält. Im Laufe der Jahre etabliert er sich zu einem bedeutenden Fotoreporter, dessen kreatives Schaffen stets durch eine Symbiose aus sozialem Engagement und Kriterien der Ästhetik geprägt ist. Mit seinen Bildern will er für mehr Menschlichkeit kämpfen: "Wir können es uns nicht leisten, den Blick abzuwenden", so Salgado im Vorwort von „Exodus“.

Der Taschen-Verlag hat die Neuausgabe von Salgados "Exodus" in deutscher Fassung herausgegeben
   
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