Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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20.06.2007

Jugend und Parlament 07
Bericht von Tobias Kapsch (Teilnehmer)

Jugend und Parlament ist eine Veranstaltung, zu der jedes Jahr ca. 300 Jugendliche von Abgeordneten nach Berlin ins Reichstagsgebäude eingeladen werden, um die politische Arbeit des Bundestags in einem Planspiel mitzuerleben. Ich wurde von Monika Grütters, MdB der CDU, über meine Schule in ihrem Berliner Wahlkreis Marzahn/Hellersdorf eingeladen, vom 16.-19. Juni 2007 daran teilzunehmen.

Zu Beginn des Planspiels wurden uns Teilnehmern, die aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin kamen, Rollenprofile zugeteilt. Jede Rolle gehörte einer fiktiven Fraktion an, die aber an die realen Parteien angelehnt waren. So war meine Rolle Mitglied der KVP, der Konservativen Volkspartei, die von ihren Positionen und Stimmanteilen mit der CDU verglichen werden könnte.

Im Verlauf des Spiels befassten wir uns anhand erdachter Themen mit den Aufgaben des Bundestages und erhielten Einblick in die Arbeit der Abgeordneten. So veranstalteten wir Landesgruppensitzungen, Fraktionssitzungen und waren in Ausschüssen tätig. Ich arbeitete im Rechtsausschuss, der sich mit dem Thema der freieren Datenübertragung zwischen den EU-Staaten, im Zusammenhang mit Straftaten, befasste.

Zwischen den einzelnen Tätigkeiten gab es auch ein Rahmenprogramm, zu dem eine Stadtrundfahrt und auch ein vorgesehenes Treffen der einzelnen Teilnehmer mit ihren jeweiligen Abgeordneten gehörten. So hatte ich ein Gespräch mit Frau Grütters, für das aufgrund der laufenden Sitzungswoche leider nicht so ausgiebig Zeit war, wie ich mir das gewünscht hätte. Den Höhepunkt des Spiels bildete dann die Plenarsitzung am letzten der vier Tage im Plenarsaal unter der Reichstagskuppel. Dort wurden dann die Anträge der Ausschüsse zur Abstimmung gegeben. Da sich die große Koalition aus KVP und APD (Arbeiter Partei Deutschlands, vergleichbar mit der SPD) in den meisten Punkten einig waren, konnten wir die politischen Vorstellungen unserer Fraktion, bis auf kleine Kompromisse, durchsetzen.

Ich war am Ende des Planspiels erstaunt, wie schnell die vier Tage vergangen waren. Ich hatte in kurzer Zeit sehr viele verschiedene Eindrücke und Erfahrungen gesammelt und mich schon fast an „das Leben eines Parlamentariers“ gewöhnt.

Auch habe ich viele neue Leute kennen gelernt, mit denen man auch abseits der täglichen „Arbeit“ Spaß haben konnte. Durch die sehr gute Organisation und Betreuung wurde das Planspiel zu einer gelungenen Veranstaltung, die ich jedem politisch Interessierten weiter empfehlen kann.

Tobias Kapsch
12. Klasse der Leonard-Bernstein-Oberschul
   
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