Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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01.03.2011
Lena Hartl, Stipendiatin des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms des Deutschen Bundestages, hat sich mit ihrem dritten Bericht aus Houston, Texas gemeldet, wo Sie ihr Austauschjahr verbringt.

"Liebe Frau Grütters,

ich hoffe, bei Ihnen läuft alles seinen Weg, trotz der Kälte. Bei mir sind es seit einer Woche täglich mehr als 25 Grad Celsius. Für mich ist es sehr ungewöhnlich, dass ich im Februar nur mit T-Shirt und kurzer Hose herumlaufen kann. Das Fußballtraining findet auch draußen statt und keiner möchte mir glauben, dass diese Temperaturen ganz normal sind für einen deutschen Sommer.

Mir geht es sehr gut. Meine Freizeit ist sehr begrenzt, da ich jeden Tag mehr als zwei Stunden Fußballtraining habe und zweimal wöchentlich ein Spiel. Mit den Siegen ist es leider nicht so reichlich, aber wir kämpfen trotzdem weiter.

In der Schule habe ich anstatt Chemie nun Chor, was mir sehr viel Spaß macht. An einem Wochenende Ende Januar hatten wir eine Aufführung. Wenn wir nicht gerade unser Bestes auf der Bühne zeigten, bedienten wir die Zuschauer mit Salat, Steak und Käsekuchen. Es hat sehr viel Spaß gemacht!


Lena Hartl mit Pancakes, einem der amerikanischen Glücklichmacher schlechthin.

Neben Mathe, Biologie, Englisch, Fußball, Amerikas Geschichte und Chor, habe ich auch Kunst. Eins meiner erarbeiteten Ton-Skulpturen war schon bei einer Ausstellung und ein anderes wird im April in einer Galerie ausgestellt. Das ehrt mich natürlich und ich freue mich sehr darüber.

Natürlich kann ich auch sagen, dass sich mein Englisch sehr verbessert hat. Die Erinnerungen an den Anfang meines Austauschjahres und damit meine Englischkenntnisse, sind heute kaum noch nachzuvollziehen. Meine Träume sind jedoch immer noch in meiner Muttersprache Deutsch.

Mit meiner Gastfamilie bin ich mehr als glücklich. Sie ermöglichen mir sehr viel, unterstützen mich so gut es geht und wir erleben viel zusammen. Sie kommen zu fast allen meiner Fußballspiele, zeigen mir die Sehenswürdigkeiten Houstons und geben mir das Gefühl ein Mitglied der Familie zu sein.

In den Osterferien werden wir nach Florida fahren und dort das Disneyland besuchen.

Als ich meiner Gastfamilie dann doch erzählen musste, dass ich sie am 28. Juni verlassen muss, um nach Washington DC zu der Tagung des PPP's zu fahren, hat meine Gastmutter angefangen zu weinen. Sie weiß, dass sie mich gehen lassen muss und wie sehr ich in Deutschland vermisst werde, aber es wird ihr sehr schwer fallen, mich am Flughafen zu verabschieden. Die Versprechen, dass ich ganz sicher noch einmal wiederkommen werde und sie mich auch gerne besuchen können, kann sie da nur ein bisschen trösten. Mit diesem Besuch werden sie dann das erste Mal einen Reisepass beantragen lassen müssen und damit den amerikanischen Boden verlassen.

An das doch sehr fettreiche Essen habe ich mich auch langsam gewöhnt. Jeden Tag Chips zu essen, kann ich jedoch trotzdem nicht. Zum Frühstück gibt es normalerweise Rührei mit Hackfleisch und Toast. Aber es können auch mal Muffins, Pancakes oder Waffeln sein, die dann mit Sirup bedeckt in das Mäulchen geschoben werden.

Zum Mittag in der Schule esse ich den von mir mitgebrachten Sandwich. Die anderen Schüler jedoch essen ihre Pizza und den Burger mit Chips und in Zuckerwasser eingelegte Früchte. Den Salat, der angeboten wird, essen nur wenige.

Zum Abendbrot kocht häufig meine Gastmutter. Aber um schnell etwas zu essen werden Teile des Dinners auch gerne in der Mikrowelle erhitzt oder kommen "aus der Tüte". Das Fast-Food Angebot ist ebenso reichlich vorhanden, wie man es aus den Filmen kennt. Und wenn es mal ganz schnell gehen muss, fährt man einfach schnell zu dem nächsten Fast-Food Restaurant, was nie mehr als fünf Minuten entfernt ist, und bestellt sich dort etwas.

Ich liebe mein Leben hier in Amerika und bereue auch nicht im geringsten, dieses Austauschjahr gemacht zu haben, jedoch vermisse ich meine alte Heimat sehr und freue mich auf Anfang Juli um alles wiederzusehen.

Ganz viele Grüße aus dem sonnigen Houston,
Lena"

   
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