Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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16.01.2013
Neuer Bericht von PPP-Stipendiatin Anika Jans

Pünktlich zum Weihnachtsfest hat sich Stipendiatin Anika Jahns mit einem neuen Bericht von ihrem Austauschjahr in den USA gemeldet. In ihrem Brief schildert sie die bewegten letzten Wochen:

"Sehr geehrte Frau Grütters,

Seit meiner letzten E-Mail ist sehr viel Zeit vergangen. Das liegt zum Teil daran, dass ich nicht recht wusste, was ich schreiben soll. Ich hing etwas in der Luft und war mir nicht sicher, wie es weiter gehen wird. Aus Hygiene-, Finanziellen- und einigen weiteren Gründen musste ich meine Gastfamilie wechseln. Während meines zweimonatlichen Aufenthaltes dort wurde weder aufgeräumt noch sauber gemacht. Über die Zeit sind immer mehr Haustiere dazugekommen. Bei meinem Einzug hatten gab es bereits einen Hund zwei Schildkröten, eine Gans und eine Drachenechse. Über die Zeit kam eine Katze, eine Ratte, eine weitere Schildkröte, Goldfische und Barsche dazu. Was die Wohnsituation nicht nur hygienisch mehr beanspruchte, sondern auch noch enger werden lies. Dazu kam die finanziell angespannte Lage. Mein Gastvater konnte keinen Job finden und sie kauften mit Essensmarken ein. Ich fühlte mich unwohl, sie zusätzlich zu belasten und kaufte deshalb einen Teil meiner Lebensmittel selbst.


Anika Jahns (2.v.r.) vor ihrem "homecoming Ball".

Da mir immer von allen Seiten gesagt wurde, dass ich so glücklich sein kann, eine so nette Familie zu haben, dachte ich, das YFU über die Situation Bescheid weiß und habe deshalb versucht, so gut wie eben möglich damit zurechtzukommen. Auf einer der YFU-Orientations habe ich mich dann mit einigen Austauschschülern unterhalten, über mein Problem gesprochen und erfahren, das auch einige von ihnen, aufgrund geringerer Probleme die Familien gewechselt haben. Ich wollte zwar unbedingt wechseln, auf der anderen Seite viel es mir aber schwer, weil ich dachte, dass meine Gastfamilie an sich ja nett ist. Nach einem etwas längeren Gespräch mit einer der Areareps (die auch die Gastmutter einer Freundin von mir ist) haben wir beschlossen, mir eine neue Gastfamilie zu suchen. Da die Situation zum Teil schon sehr schlimm war, habe ich diese zwei Wochen abwechselnd bei meiner Arearep und meiner Gastfamilie verbracht.

Durch den Familienwechsel musste ich leider auch meine Schule erneut wechseln. Was ich als sehr schade empfand, da ich die neue Schule wirklich sehr mochte und begonnen habe Freundschaften zu schließen und wusste, dass ich jetzt wieder von vorne Anfangen muss. Meine neue Highschool ist nicht viel anders als die Letzten beiden: viele Menschen und ich haste von Klasse zu Klasse.
 
Den Homecoming Ball an sich fand ich nicht besonders aufregend, viel interessanter fand ich die Vorbereitung darauf. Zusammen mit den Freunden auf Kleidersuche gehen, sich gemeinsam fertigmachen (obwohl es alleine wahrscheinlich viel schneller gehen würde, wenn auch nur halb so lustig) und dann essen zu gehen, um auch sicherzustellen, mindestens 45min zu spät zu kommen. Man möchte ja nicht zu den Ersten gehören. Danach zusammen abgeholt werden und bei den Freundinnen übernachten.

Am folgenden Tag habe ich dann die South-East Christian Church in Louisville besucht. Das war ein sehr interessanter Ausflug. Das Kirchengebäude oder die Gebäude sehen von innen etwas aus wie eine riesige Bahnhofshalle mit einem Bauchladen und einem Café, und die zwei Räume wo die Messen abgehalten werden gleichen eher Konzerthallen. Auch die Messe an sich hat eher wenig mit traditioneller Kirche, dafür aber sehr viel mit einem Rockkonzert zu tun. Es war mal etwas Neues und an sich auch ganz interessant, aber ich denke, ich bevorzuge noch immer unsere traditionellen Kirchen.


Der "Hauptdarsteller" eines von DREI Thanksgiving-Essen, die Anika Jahns mit ihrer Gastfamilie abgehalten hat.

Mein erstes Thanksgiving war ziemlich lustig. Meine neue Gastfamilie hat sehr viele Familienangehörige, so dass ein Thanksgiving-Essen nicht ausreicht, um alle zu sehen.
Also haben wir Thanksgiving gleich dreimal gefeiert. Dementsprechend vollgestopft habe ich mich auch gefühlt. Truthahn wird zwar nicht zu meinem Lieblingsgericht aber lecker war es dennoch!

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