Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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01.11.2016
PPP-Stipendiatin Antonia Schulz berichtet aus Missouri / USA

Antonia Schulz wurde von Monika Grütters ausgewählt, ein Jahr in den USA zu verbringen. Hier ihre ersten Eindrücke: 

Vor fast sieben Wochen hat meine Reise in die USA begonnen. Meine Gastfamilie und ich wohnen im Süd-Westen des Bundesstaats Missouri in der Stadt Bolivar. Meine ersten Wochen hier in Amerika waren sehr ereignisreich und ich erhalte jeden Tag neue Eindrücke. Ich bin immer noch überwältigt von der Anzahl an Menschen, die ich täglich kennenlerne. 

Es ist spannend, die amerikanische Kultur zu erleben und selbst zu leben. Meine Gastfamilie ist sehr herzlich und ich verstehe mich mit meinen Gasteltern sowie mit meinen drei Gastschwestern sehr gut. Dass meine 14-jährige Gastschwester auf die gleiche High School wie ich geht, hat mir den Schulstart und Beginn meines Auslandsjahres sehr erleichtert. 


Antonia (2.v.r) mit ihrer Gastfamilie

Bevor ich jedoch, drei Tage nach meiner Ankunft, meinen ersten Schultag erlebte, war schon mein Ankunftstag gefüllt mit Erlebnissen und ich spürte zum ersten Mal, was mit dem berühmten 'School Spirit' gemeint ist. Gemeinsam mit meiner Gastfamilie und ihren Freunden besuchte ich mein erstes Football-Spiel. Da es das erste Spiel der Saison war, stand es unter einem Thema, zu dem sich die besonders großen Fans, darunter wir, verkleiden konnten. So kam es, dass ich an meinem ersten Tag in den USA in einer griechischen Toga zu einem Football-Spiel ging. Während des Spieles wurde ich unglaublich vielen Menschen aller Altersklassen vorgestellt und schnell wurde mir bewusst, dass ich ein Problem mit dem Merken der Namen haben werde.

Drei Tage später, am Montag, ging ich zum ersten Mal in die High School. Bevor jedoch mein erster Kurs begann, musste ich meinen Stundenplan zusammenstellen. Dies dauerte nicht lange, was ich nicht zuletzt der engagierten Sekretärin der Schule zu verdanken habe, die mich schon vorher über das vielfältige Kursangebot informiert hatte und mich geduldig beriet. Da meine Schule mit 750 Schülern für amerikanische Verhältnisse eher klein ist, merkte ich mir schnell, wo sich meine Räume befinden und auf den Fluren erkannte ich einige Gesichter, die ich zuvor beim Football-Spiel gesehen hatte. 


Bolivar High School

Nun ist nach sieben Wochen eine gewisse Routine in meinen Wochenablauf eingekehrt, jedoch ist es immer noch spannend die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen er amerikanischen und der deutschen Kultur zu erleben. Einige meiner Erwartungen an die Kultur der Amerikaner wurden ebenfalls erfüllt. Ein sehr wichtiger Bestandteil des Lebens aller Generationen hier ist Sport. Natürlich kann ich nur berichten, welchen Eindruck ich in meiner Stadt erhalte, jedoch habe ich dies auch von anderen PPP-Stipendiatinnen und -Stipendiaten bestätigt bekommen. Es ist sehr wichtig für meine Gastfamilie, unsere Schule bei Wettkämpfen verschiedener Sportarten durch Anwesenheit zu unterstützen. Schülerinnen und Schüler, die einen Sport an der High School betreiben, haben jeden Tag in der Woche Training und/oder einen Wettkampf. 

Ein Vorurteil, das sich für mich nicht bestätigt hat, ist das Bild von festen Cliquen in der Schule, wie sie in amerikanischen Filmen dargestellt sind, und die es für neue Schüler wie mich schwer machen, Anschluss zu finden. Entgegen meiner Erwartungen sind alle Schüler sehr interessiert an der deutschen Kultur und verhalten sich offen mir gegenüber.  Die Kurse, die ich an meiner High School belege finde ich alle sehr interessant und sie machen mir viel Spaß. Neben Kursen wie Amerikanische Geschichte, Amerikanische Literatur, Amerikanische Politik und Chor stehen Kurse wie Spanisch, Pre-Calculus, ein Fotografiekurs sowie Deutsch auf meinem Stundenplan. Der Deutschunterricht ist eine völlig neue Erfahrung für mich und ich freue mich immer auf diesen Kurs, da ich oft die Gelegenheit bekomme, meinen Mitschülern über Deutschland zu berichten, aber auch selbst fragen über die amerikanische Kultur zu stellen.

Schon nach eineinhalb Monaten habe ich das Gefühl, selbstbewusster geworden zu sein und dass es mir leichter fällt, auf fremde Menschen zuzugehen.

Außerdem stehe ich in Kontakt zu einigen anderen PPP-Stipendiatinnen und -Stipendiaten, von denen ich ebenso positive Eindrücke geschildert bekommen habe.

Ich bin sehr dankbar, dass Sie mir so viele großartige Erlebnisse ermöglichen und ich die Chance habe, die amerikanische Kultur selbst zu leben. Schon jetzt habe ich sehr vieles erlebt, das ich nie vergessen werde und ich freue mich auf die nächsten Monate.

Mit freundlichen Grüßen aus den USA,

Antonia Schulz 

 

   
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