Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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06.07.2007

Kulturpolitische Diskussion mit der JU Neukölln

Am 6. Juli 2007 besuchte Monika Grütters auf Einladung die Junge Union Neukölln zu einem Diskussionsabend über aktuelle kulturpolitische Fragen. Vor allem das Thema Neubau der Berliner Stadtschlossfassade und Einrichtung des Humboldt-Forums lag den jungen Parteifreundinnen und Parteifreunden am Herzen.


Die JU-Neukölln und Monika Grütters

Angesichts der Präsentation der Neubaupläne für das Eingangsgebäude der Museumsinsel eine Woche zuvor, nahm auch dieses Thema breiten Raum ein. Nachdem der Bundestag bereits im November vergangenen Jahres 73 Millionen Euro für den Eingangsbau zur Museumsinsel bewilligte, wurde, angeführt von einer Bürgerinitiative, massiv und mit promi- nenter Unterstützung Kritik an dem Ursprungsentwurf des Architekten David Chipperfield von 2001 geäußert. Dieser sah einen modernen Glasbau vor.


Entwurf der James Simon-Galerie von David Chipperfield Architects, Museumsinsel, 2007 (Blick vom Lustgarten) © Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Toni Yli-Suvanto

Monika Grütters begrüßte den überarbeiteten Entwurf: „Ich halte den Vorschlag für einen sehr guten Ansatz, den Streit zwischen den Befürwortern eines historischen Nachbaus und denen einer modernen Lösung zu schlichten. Er greift die architektonischen Motive der Museumsinsel auf und übersetzt sie in eine zeitgenössische Form- und Materialsprache. Der neue Entwurf verspricht zudem für die Stadt und die Museumsinsel weitere öffentliche Plätze mit völlig neuen Aussichten auf Berlins Mitte.“ Sie verwies in diesem Zusam- menhang auch auf Norman Forsters Reichtagskuppel – ein Beispiel für die glückliche Verbindung von Alt und Neu.


Montage Virtuelles Schloss Berlin © Förderverein Berliner Schloss e.V.

Die jungen Unionsmitglieder plädierten mehrheitlich für eine Rekonstruktion der historischen Situation im Inneren des Neue Museums sowie auf der heutigen Freifläche vor seiner Westfront. Der Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses in der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause wurde einhellig begrüßt. Damit übernehme vor allem der Bund Verantwortung für die Hauptstadt Deutschlands, ihre nationale Bedeutung und internationale Ausstrahlung. Nachdem der Rot-rote Berliner Senat Ende letzten Jahres im Alleingang seinen Ausstieg aus der Finanzierung des Humboldt-Forums verkündet hatte, kam im Januar wieder Bewegung in die Diskussion durch ein Konzept des Bundesbauministeriums, das eine rein öffentliche Nutzung vorsieht und damit die Baukosten auf 480 Millionen Euro reduzierte. Erst im April gelang schließlich eine Einigung mit dem Land Berlin über die Finanzierung, nachdem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel öffentlich eine schnellstmögliche Belebung des Platzes angemahnt hatte. 

   
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