Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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29.05.2007
Berliner Staatsbibliothek präsentiert Untersuchungen der antiken Schriftrollen aus Qumran

Monika Grütters wirbt für die Ausweitung des Forschungs- auftrages der Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin
 
Am 29. Mai 2007 präsentierte die Bundesanstalt für Material- forschung (BAM) in der Staatsbibliothek am Potsdamer Platz Untersuchungen an Fragmenten der antiken Schriftrollen von Qumran am Toten Meer. Sie beinhalten den größten Teil der bekannten biblischen Schriften des Alten Testaments und ent-
stammen der Zeit vom dritten vorchristlichen Jahrhundert bis zum Jahr 68. Heute, 60 Jahre nach ihrer Entdeckung, erforscht eine Gemeinschaft von Wissenschaftlern des Israelischen Museums, der TU Berlin und der BAM diese Schriftstücke mit modernsten naturwissenschaftlichen Methoden.


© Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Die Materialuntersuchung erfolgt in der Forschungseinrich-
tung Bessy II am Wissenschaftsstandort Adlershof und in der Staatsbibliothek. Die objektgeschützten, durch Schleusen abgeschotteten Räume ermöglichten nur einem kleinen Personenkreis, den Messungen dort beizuwohnen. Neben dem Botschafter Israels, Shimon Stein, der Generaldirektorin der Staatsbibliothek, Barbara Schneider-Kempf, dem Leiter der Orient-Abteilung der Staatsbibliothek, Dr. Hartmut Feistel und dem Präsidenten der BAM, Prof. Dr. Manfred Hennecke,
war auch die Berliner Bundestagsabgeordnete und Kultur obfrau der CDU/CSU, Monika Grütters, zu dem Vorführungs termin geladen.


© Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Monika Grütters: „Die Rollensammlung aus Qumran gehört
zu den bedeutendsten Kulturgütern der Menschheit. Ich emp-
finde es als eine Auszeichnung, dass durch Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen hier in Berlin ein Beitrag zu ihrer weiteren Erforschung und Erhaltung geleistet wird.“ Darüber hinaus sprach sich Monika Grütters dafür aus, die Kompetenz und die Leistungen der BAM auf dem Gebiet der Materialfor-
schung stärker für die physische Erhaltung von Kunst- und Kulturgütern zu nutzen. Dazu schlug sie einen gemeinsamen Besuch der Fachpolitiker ihrer Fraktion aus den zuständigen Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur vor, der den Experten des Institutes Gelegenheit gibt, die Relevanz des Themas zu veranschaulichen.


© Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Bereits im November letzten Jahres fand in der Bundesan-
stalt ein Workshop zur Gründung eines Netzwerkes zur Kunst- und Kulturguterhaltung statt. Ziel des Netzwerkes ist es, den bundesweiten Austausch zwischen Natur- und Geisteswissenschaften zu fördern. Dabei geht es vor allem um eine stärkere Inanspruchnahme der Naturwissenschaften bei der Untersuchung schädlicher Umwelteinflüsse und Restaurierungsverfahren bei Kunstgegenständen. So stellt beispielsweise Insektenbefall und dessen Behandlung mit toxischen Stoffen für viele Objekte in den Museen ein bislang kaum thematisiertes Problem dar. Gemeinsam mit dem Rathgen-Labor der Staatlichen Museen zu Berlin, planen die Fachleute der BAM zu diesem Thema noch im November 2007 ein Symposium
   
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