Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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27.06.2009
Zum zweiten Mal luden die Berliner Festspiele zum Sommerfest in ihr Haus an der Schaperstraße. Die Besucher erwartete eine Landschaft aus Festivalinseln verschiedener Kunst- und Kultursparten. Monika Grütters, MdB, zählt zu den Patrons des Hauses, die dem Publikum im Gespräch „Unter vier Augen“ Persönlichkeiten des Berliner Kulturlebens vorstellten.

Udo Kittelmann ist seit November 2008 als neuer Direktor der Nationalgalerie  verantwortlich für die Alte und Neue Nationalgalerie, den Hamburger Bahnhof, die Sammlungen Berggruen und Scharf-Gerstenberg sowie die Friedrichswerdersche Kirche. Der gelernte Optiker ist Quereinsteiger auf dem Feld der Kunstgeschichte. Bekannt wurde er durch ungewöhnliche Finanzierungs- und Ausstellungskonzepte an seinen bisherigen Wirkstätten. Zuletzt leitete er das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt.

Die Aufgabe der Museen sieht Udo Kittelmann in erster Linie in der Präsentation und Vervollkommnung eigener Sammelungsbestände. „Blockbuster“-Wechselausstellungen steht er kritisch gegenüber. Sie ließen sich nicht ständig realisieren. Die Bestände der sechs Häuser der Nationalgalerie will er stattdessen stärker als Ganzes positionieren. Die Eigenständigkeit der einzelnen Häuser solle aber bewahrt bleiben. Gleichzeitig möchte er die Berliner Künstlerszene besser als bisher integrieren.

  

Monika Grütters befragte den Direktor nun nach halbjähriger Dienstzeit im neuen Amt nach seinen Plänen und Visionen: „Was macht für Sie die Besonderheit der Neuen Nationalgalerie aus, wenn Sie sagen, hier dürfe nichts stattfinden, was auch anderswo  denkbar wäre? Wenn Sie mehr Zeitgenossen in die Neue Nationalgalerie holen wollen, wie können Nationalgalerie und Hamburger Bahnhof dann getrennte Profile bewahren? Gerade im Zusammenhang mit dem Hamburger Bahnhof wurde die Sammlungs- und Ankaufpolitik Ihres Vorgängers kritisiert. Was werden Sie für die Sammlung tun? Welche Ankaufsstrategie wollen Sie angesichts knapper Mittel der Stiftung Preußischer Kulturbesitz verfolgen?

Auf diese und weitere Fragen von Monika Grütters gab Udo Kittelmann Auskunft. Das Publikum erfuhr in dem kurzweiligen und anregenden Gespräch zwischen zwei Kennern der Kunstszene, welche anerkannten Strategien der neue Direktor fortführen und wo er neue, andere Akzente setzen möchte.

   
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