Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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16.12.2009
Monika Grütters diskutiert mit dem RCDS an der Freien Universität

Am Mittwoch, 16. Dezember 2009, war Monika Grütters zu Gast an der Juristischen Fakultät der Freien Universität Berlin, um mit Studierenden über Parallelen zwischen den aktuellen Studentenprotesten und der berühmten „68er“ Bewegung zu sprechen.


Der Einladungsflyer der Veranstaltung (© RCDS-Nord).

Eingeladen zu der Veranstaltung hatte der RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten), der neben Monika Grütters auch den ehemaligen Regierenden Bürgermeister und kurzzeitigen Asta-Vorsitzenden Eberhard Diepgen sowie den Prodekan der Juristischen Fakultät der Freien Universität Prof. Dr. Martin Schwab für die Veranstaltung gewinnen konnte.

Dabei fiel die Wahl des Veranstaltungsortes nicht zufällig auf die Freie Universität Berlin. Einige Ikonen der „68er“ Studentenbewegung, wie etwa Rudi Dutschke, haben dort studiert. Monika Grütters machte deutlich, dass es damals den Studenten neben konkreten Bildungsthemen um grundlegende Gesellschaftsfragen und die Aufarbeitung der NS-Zeit ging. Dabei sei die damalige Studentenbewegung keineswegs nur an einer Liberalisierung der Gesellschaft interessiert gewesen.

So seien engagierte Professoren der Freien Universität wie Ernst Fraenkel und Richard Löwenthal, die beide vor dem Nationalsozialismus geflohen waren, massiv attackiert worden, als sie auf den gefährlichen Dogmatismus hinwiesen, der sich in den utopischen Vorstellungen der „68er“ eingenistet hatte und keinen Platz für Alternativen ließ.


Monika Grütters mit dem Vorsitzenden des RCDS-Nord (© RCDS-Nord).

Diese Dogmatik der Studierenden habe einen Extremismus gefördert, der eine gefährliche Eigendynamik entwickelt und zur Entstehung der RAF beigetragen habe. In einigen Fällen wäre der Extremismus dann zur bestimmenden politischen Einstellung geworden, so zum Beispiel im Falle Horst Mahlers, der vom Links – zum Rechtsextremisten mutiert sei.

Die aktuellen Proteste sah Monika Grütters dagegen nicht als Keimzelle einer neuen „68er“ Generation. So konnte die Abgeordnete feststellen, dass „die protestierenden Studierenden eine Minderheit bilden und die Mehrheit mit ihren Studienbedingungen durchaus zufrieden ist.“ Nicht akzeptabel seien die vielen Besetzungen, die großen materiellen Schaden verursachten. Dabei seien die Anliegen der Protestierenden grundsätzlich durchaus zu respektieren, wenn sie etwa bessere Studienbedingungen einforderten und sich in der Debatte um die Bologna Reformen konstruktiv beteiligten. „Die Reaktion der Bundesregierung, die im April 2010 mit allen Beteiligten einen Gipfel zur Bologna-Reform einberufen hat, zeigt, dass man mit konstruktiver Kritik auch Politik verändern und gestalten kann“, so Monika Grütters
   
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