Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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16.01.2010

Grußwort anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Besetzung der Stasi-Zentrale

Als Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages sprach Monika Grütters am 16. Januar 2010 vor mehreren hundert Teilnehmern ein Grußwort anlässlich des 20. Jubiläums der Besetzung der Stasi-Zentrale in der Normannenstraße.

Im ehemaligen Gebäude der Staatssicherheit kümmern sich seit vielen Jahren die Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Marianne Birthler, und ihre Mitarbeiter um die Aufarbeitung eines wesentlichen Teils der DDR-Vergangenheit.

Mehr als 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigte die Staatssicherheit, zu denen noch über 189.000 sogenannte „inoffizielle Mitarbeiter“ hinzukamen.

Monika Grütters informierte sich zunächst auf einem Rundgang über aktuelle Entwicklungen in der nur als „Birthler Behörde“ bekannten Einrichtung und ließ sich einen Einblick in die riesigen Aktenbestände geben, die von der Bundesbeauftragten und ihren Mitarbeitern verwaltet werden.



Richard Wagner, Marianne Birthler und Monika Grütters begutachten die Aktenbestände der BStU © steffen freiling

In ihre Rede betonte die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, dass die Aufarbeitung des DDR-Unrechtes nicht eingeschränkt werden dürfe: „Wir müssen der schleichenden Bagatellisierung der DDR-Vergangenheit entgegenwirken“. Die Abgeordnete machte auch auf die steigenden Anträge auf Akteneinsicht aufmerksam. Insgesamt sind seit der Gründung der  Stasi-Unterlagen-Behörde 1991 fast 6,5 Millionen Anträge und Ersuche gestellt worden. Allein 2009 haben fast 103.000 Menschen einen Antrag gestellt. „Das zeigt, dass das Bedürfnis nach Aufarbeitung  20 Jahre danach aktueller denn je ist“, sagte Monika Grütters.



Monika Grütters spricht das Grußwort in der ehemaligen Stasi-Zentrale © steffen freiling

Abschließend machte die CDU-Bundestagsabgeordnete deutlich, dass die Birthler-Behörde mittlerweile international als Vorbild für die Aufarbeitung einer Diktatur gesehen werde und  andere Länder diesem Beispiel mittlerweile folgen würden. Die Grundlage für die Möglichkeit der Diktatur hätten aber die entschlossenen Demonstranten geschaffen. Nur durch die Erstürmung konnten große Aktenbestände gesichert werden, die heute die Aufarbeitung erst möglich machen würden, schloss die Abgeordnete.

Weitere Informationen zum Thema:
  • Die vollständige Rede von Monika Grütters (PDF)
  • Die Birthler-Behörde, ein deutscher Glücksfall, Die Welt vom 17. Januar 2010 (PDF)
  • Bürgerfest erinnert an Sturm auf Stasi-Zentrale, Die Zeit vom 16.01.2010 (PDF)
   
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