Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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30.08.2011
Monika Grütters besucht Wahlkreis der Abgeordneten Maria Michalk

Am Dienstag, 30. August 2011, besuchte die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, den Bundestagswahlkreis der sorbischen Bundestagsabgeordneten Maria Michalk unter dem Motto: „Kultur bewahren - Identität stärken - wirtschaftliche Entwicklung fördern“. Monika Grütters begleitete Maria Michalk auf eine kleine Kulturreise durch ihren Wahlkreis Bautzen, der eine Fläche von rund 2.230 Quadratkilometern mit 282.437 Einwohnern umfasst.

 
Die CDU-Bundestagsabgeordneten Maria Michalk (links) und Monika Grütters. © A.Marguier

Das Lessing-Museum in Kamenz

Zu Beginn wurde die Lessingstadt Kamenz erkundet. In das beeindruckende Lessing-Museum lud die Museumsleiterin Dr. Sylke Kaufmann mit anschließender Museumsführung ein. Sie thematisierte die historische Entwicklung der Stadt und des Museums und beantwortete Fragen zur Digitalisierung.  Letztere spielt im Zeitalter der Globalisierung eine wichtige Rolle bei der Frage nach der Bewahrung von Kultur.

Im Lessing-Museum finden nicht nur Führungen statt, sondern dort findet sich auch die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte. Vor allem der Dichter Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) ist es, der identitätsstiftend für die Kamenzer wirkt. Ihm zu Ehren wurde 1931 das Lessing-Museum gegründet. Es ist das einzige Literaturmuseum für den Aufklärer. Jährlich besuchen zwischen 10.000 und 20.000 Interessierte das Museum, in dem alle zwei Jahre die Kamenzer Lessing-Tage mit der Verleihung des Lessing-Preises des Freistaates Sachsen stattfinden.


Lessing-Museum in Kamenz © Lessing-Museum Kamenz

Das Barockschloss Rammenau

Anschließend wurde das imposante Barockschloss in Rammenau, der Geburtsort des Philosophen Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), besucht. Das Schloss gilt als Sachsens schönste Landbarockanlage. Es vereint in architektonischer Hinsicht Barock mit klassizistischer Neugestaltung. Beide Zeitepochen spiegeln die kunst- und kulturhistorische Bedeutung Rammenaus im Barockschloss einzigartig wider. Neben Rundgängen durch historische Zeiten werden Kammerkonzerte im Spiegelsaal und Kabarettaufführungen, Ausstellungen und Bauern- und Kunsthandwerkermärkte veranstaltet. Die Bürgermeisterin von Rammenau, Hiltrud Snelinski, und die Schlossleiterin Roswitha Förster begrüßten die Runde und führten gemeinsam durch das Schloss.


Prof. Monika Grütters mit Roswitha Förster, Hiltrud Snelinski und Maria Michalk (v.l.)
vor dem Barockschloss Rammenau.
© A.Marguier

Dabei erklärte Roswitha Förster kompetent und äußerst spannend, wie das Schloss damals und heute genutzt wurde und wird. 2012 wird dort beispielsweise das 200jährige Fichte-Jubiläum stattfinden. Danach konnte bei einem gemeinsamen Mittagessen in entspannter Atmosphäre im Schlossrestaurant bereits Erfahrenes und Erlebtes reflektiert und ausgetauscht werden.
 
Die Technologie- und Gründerzentrum Bautzen GmbH (tgz)

Nach der Ankunft in der nächsten Etappe Bautzen wurde das für die Region bedeutende „Technologie- und Gründerzentrum Bautzen GmbH“ (tgz), ein moderner Businesspark, besucht. 1995 wurde die GmbH gegründet und ist zu einem leistungsfähigen Innovationszentrum für den ostsächsischen Wirtschaftsraum avanciert. Der Geschäftsführer der „tgz“, Prof. Dr. Jürgen Besold, stellte eindrucksvoll die Entwicklung des Technologie- und Gründerzentrum und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Unternehmen vor.

Das Stadtmuseum Bautzen

Im Anschluss an den Besuch im Technologie- und Gründerzentrum begrüßten die Museumsleiterin Ophelia Rehor und der stellvertretende Museumsleiter Dr. Jürgen Vollbrecht die Teilnehmer im denkmalgeschützten Stadtmuseum von Bautzen. Spannend beleuchteten beide bei einer Museumsführung die Vielfalt der Stadtgeschichte und verwiesen auf zahlreiche Zeugnisse der bildenden Kunst. Auch die Digitalisierung als Erschließungsmaßnahme des Materials wurde wie beim Lessing-Museum in Kamenz thematisiert. 

1869 wurde das Museum erstmals unter dem damaligen Namen „Alterthumsmuseum der Stadt Bautzen“ eröffnet. Bis heute lässt sich das Sammlungsmaterial in die Bereiche Ur- und Frühgeschichte, Naturkunde, Regionalgeschichte, Stadt- und Kulturgeschichte und Kunst gliedern. Auf drei Ebenen „Region, Stadt und Kunst“ kann man die Dauerausstellung bewundern, mit Sammlungen, die vor allem aus dem Raum Bautzen und Umgebung stammen. Aber auch die Museumspädagogik, die ganz unter dem Motto: „Museum für Kinder“ steht, spielt eine wichtige Rolle im Stadtmuseum. 

Rundgang durch Bautzen bis nach Ortenburg

Nach dem Besuch des Stadtmuseums erfolgte am späten Nachmittag ein Rundgang durch die historische Altstadt von Bautzen mit seinen Kultureinrichtungen: „Deutsch-sorbisches Volkstheater“ und „Sorbisches Museum“. Die Umgebung hält eine Vielfalt an kulturellem Angebot bereit, so führte der facettenreiche Spaziergang bis nach Ortenburg in den „Burghof“, der im 20er-Jahre-Stil gehalten ist. Innerhalb des Restaurants befinden sich historische Stadtansichten von Bautzen und Wandmalereien zu verschiedenen Zunftzeichen.

Fazit

Diese erfahrungsreiche, äußerst interessante und abwechslungsreiche Kulturreise durch den Wahlkreis Bautzen zeigt, dass die verschiedenen facettenreichen Institutionen – von Museen, Theatern und dem Technologie- und Gründerzentrum bis hin zu dem Barockschloss – wichtiger Bestandteil der Stadt und ihrer Umgebung sind. Sie stiften Identität, bewahren Kultur und fördern die wirtschaftliche Entwicklung.

   
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