Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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17.10.2011
Kulturgespräche: Monika Grütters lädt ein zum Besuch der Ausstellung „Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte

Am 17.Oktober lud Monika Grütters kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger im Rahmen ihrer Reihe „Kulturgespräche“  in den Martin-Gropius-Bau zu einer exklusiven Führung durch die Ausstellung „Tür an Tür. Polen und Deutsche“ ein. Die Ausstellung wurde gemeinsam vom Königsschloss Warschau und dem Martin-Gropius-Bau erarbeitet und wird dort im Rahmen der Berliner Festspiele bis Anfang nächsten Jahres gezeigt.

Nach einer Begrüßung durch den Direktor des Martin-Gropius-Baus, Prof. Gereon Sievernich, wurde die Gruppe von Prof. Konrad Vanja und Gerhard Weiduschat, zwei ausgezeichneten Kennern der deutsch-polnischen Geschichte, durch die Ausstellung geführt. Die umfangreiche Ausstellung umfasst rund 800 Exponate, die die wechselvolle Geschichte der deutsch-polnischen Verbindungen vom frühen Hochmittelalter bis zur Gegenwart präsentieren und immer wieder auch aktuelle Blicke auf die Vergangenheit gewähren.


Prof. Vanja führte die Besuchergruppe durch die Ausstellung im Martin Gropius Bau.

Einen Schwerpunkt setzte die Führung u. a. bei den Exponaten zur „Landshuter Hochzeit“, die das Geschlecht der bayerischen Herzöge mit der polnischen Königsfamilie, den Jagiellonen, verband. Wie lebendig dieser Aspekt der deutsch-polnischen Verbundenheit in der deutschen Erinnerungskultur ist, erläuterten Prof. Vanja und Herr Weiduschat anhand des historischen Festes, das regelmäßig in Landshut zur Erinnerung an dieses Ereignis gefeiert wird.

Besonders beeindruckte die Gruppe die beiden im Lichthof des Martin-Gropius-Baus präsentierten Monumentalwerke des Malers Jan Metejko: die „Preußische Huldigung“ und die „Schlacht von Grunwald“, beide entstanden nach der dritten polnischen Teilung. Die „preußische Huldigung“ demonstrierte mit dem Kniefall des letzten Hochmeisters des deutschen Ordens vor dem polnischen König für die Zeitgenossen Matejkos einen Moment des Triumphes Polens über Preußen, ähnlich wie die gegenüber ausgestellte Darstellung der Schlacht von Grunwald von 1410, in der das polnische Heer den Deutschen Orden besiegte. So machte die Führung durch die Ausstellung die Vielschichtigkeit der gemeinsamen Geschichte und Kultur Polens und Deutschlands anschaulich deutlich: die bis ins Mittelalter zurückreichenden und bis heute lebendigen vielfältigen kulturellen Gemeinsamkeiten aber auch die nach wie vor wirksamen nationalen Geschichtsbilder, die sich längst nicht in der Erinnerung an den 2. Weltkrieg und dessen Folgen erschöpfen.

   
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