Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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19.02.2016
Monika Grütters bei den „Frühaufstehern“ der IHK Berlin

Am Freitag, 19. Februar 2016, war Monika Grütters zu Gast bei der IHK Berlin. Das „Frühaufsteher“-Format der IHK ist seit vielen Jahren erfolgreich dabei, Multiplikatoren aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammenzubringen.

Im Rahmen eines Frühstücks, bei dem die Gäste meist in kommunikativer Bankettform platziert werden, wird stets ein Leitthema diskutiert. Der Diskussion geht dabei ein Impulsvortrag voraus, der am vergangenen Freitag von Monika Grütters gehalten wurde.


Monika Grütters beim wirtschaftspolitischen Frühstück der IHK. © Michael Brunner

Unter der Überschrift "Kreativität braucht Freiheit: Rahmenbedingungen für eine starke Kultur- und Kreativwirtschaft" gab Monika Grütters einen pointierten Überblick über die Situation der Kultur – und Kreativwirtschaft in Deutschland. Obwohl diese über eine Wertschöpfung verfügt, die den Vergleich mit der Automobilbranche nicht scheuen muss, wird die Kultur- und Kreativwirtschaft als Wirtschaftsfaktor noch immer häufig unterschätzt. Hier verwies Monika Grütters auf die Berliner Situation, in der die Entwicklung ganzer Stadtteile in den letzten zehn Jahren ihre grundlegenden Impulse nicht zuletzt durch die Ansiedlung kreativer und kultureller Einrichtungen und Unternehmen erhalten habe. Zugleich machte sie darauf aufmerksam, dass in einem exportorientierten Land ohne nennenswerte Rohstoffe Einfallsreichtum und Ideen das wesentliche Kapital darstellten. Die Idee des Kreativen gehe der wirtschaftlichen Nutzung voraus und lege oft die Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften.


Monika Grütters mit IHK-Präsident Schweitzer und IHK-Geschäftsführer Jan Eder. © Michael Brunner

Monika Grütters stellte aber auch fest, dass kreatives Arbeiten und kulturelles Engagement nicht nur verkürzt durch die Linse ökonomischer Verwertbarkeit betrachtet werden dürften. Künstler und Kreative seien diejenigen, die häufig als Seismographen gesellschaftlicher Entwicklungen und somit als kritisches Korrektiv einer Gesellschaft fungierten. Ihre Arbeit habe nicht nur einen Preis, über den am Markt entschieden werde, sondern auch einen intrinsischen Wert, den eine freiheitliche Gesellschaft sich bewusst machen müsste. Gerade Intellektuelle, Künstler und Kreative seien es, die eine Gesellschaft vor totalitären und autoritären Anwandlungen bewahren könnten, wenn man ihnen gestatte, ihrer Arbeit frei und unbeeinflusst nachzugehen. Dieser Maxime folge auch die Bundeskulturpolitik, deren Ziel es sei, genau diese freie Entfaltung der Intellektuellen, der Künstler und der Kreativen zu ermöglichen, so wie sie im Grundgesetz in Artikel 5 gefordert werde.
   
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