Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
Übersicht | Drucken
26.05.2016
Katholikentag – Künstler im Gespräch mit Monika Grütters

Am 26. Mai nahm Monika Grütters aktiv am Leipziger Katholikentag teil. Als Sprecherin des Bereichs Kultur, Bildung und Medien des Zentralkomitees der deutschen Katholiken hatte sie zur Podiumsdiskussion im Leipziger Museum der Bildenden Künste eingeladen.

Unter dem Titel „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch über das Menschsein“ waren drei Künstler der Aufforderung Monikas Grütters´ gefolgt, das Spannungsverhältnis zwischen Kunst und Kirche vor dem Hintergrund des Katholikentags-Mottos „Seht, da ist der Mensch“ zu diskutieren: die Berliner Regisseurin und Schriftstellerin Freya Klier, der Schriftsteller Michael Lentz und der Maler Michael Triegel, beide Leipziger. Künstler im Gespräch mit einer Kulturministerin: eine besonders reizende Konstellation!


Monika Grütters auf dem Podium während des Katholikentages. Foto: PUNCTUM/Alexander Schmidt.
 
Vor einem großen, gebannten Publikum moderierte Monika Grütters kurzweilig die Podiumsdiskussion im bis zum letzten Platz besetzten großen Museumsraum. Sie erinnerte daran, dass das Motto der Podiumsdiskussion „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ den Anfangsworten der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ entsprechen, die auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil formuliert wurde. Auf der Grundlage dieses päpstlichen Erlasses aus dem Jahr 1965 hat die Katholische Kirche ein Kunstverständnis entwickelt, das erstmals einen Austausch auf Augenhöhe ermöglicht.

Denn die Verbindung zwischen Kirche und Kunst war nicht immer von Gleichberechtigung geprägt. Erst im 20. Jahrhundert hat sich die Kunst aus dem Dienst an der Religion emanzipiert. Der Autonomieanspruch der Kunst, nichts als sie selbst zu sein, war dabei immer wieder der Grund vieler Konflikte, und noch heute fällt es der Kirche oft schwer, neue und ungewohnte Formen der Kunst zu akzeptieren. Obwohl Kirche und Kunst nicht immer einer Meinung sind: Die beiden Milieus verbindet etwas ganz Elementares: Kirche und Kunst ringen gleichermaßen um Antworten auf letzte Fragen, sie eröffnen neue Perspektiven, lenken den Blick über Vordergründiges hinaus, wollen das Leben deuten. Es sind die Gläubigen und die Künstler, die Antworten suchen und zuweilen finden auf Fragen nach den Sinn stiftenden Kräften und Werten, die unsere Gesellschaft zusammen halten.
 
In der Diskussion um eben diese Zusammenhänge zeigte Freya Klier einen Auszug aus ihrem jüngsten Film „Meine Oderbergstraße“, den sie mit ihrer Tochter Nadja gerade gedreht hat. In einer Kurzlesung gab Michael Lentz eine Probe seines Könnens als Lautpoet - zur großen Freude der Anwesenden. Auch der Maler Michael Triegel, von Papst Benedikt XVI. als „sein Raffael“ bezeichnet, zeigte in einer Power-Point-Präsentation Abbildungen seiner Werke und erzählte die jeweils sehr persönliche Entstehungsgeschichte seiner Bilder.
 
Schließlich kamen die vier Diskutanten zum Schluss, dass "Was ist der Mensch?" eine Frage ist, die sich durch die Zeit nicht verändert. Es gibt Grundkonstanten menschlichen Lebens, die sich immer wieder unterschiedlich ausprägen und verschiedene Antworten hervorrufen. 
   
News-Ticker



Newsletter abonnieren
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden!
Ihre E-Mail Adresse:

 
0.22 sec. | 59221 Views