Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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10.02.2017
Frauenpower beim Ersten Berlinale Brunch der ARD

Zu Beginn der 67. Berlinale lud die ARD-Vorsitzende Karola Wille rund 80 Frauen aus der Film- und Fernsehbranche zu einem gemeinsamen Frühstück ins Ottobock Science Center Berlin. 
 
Monika Grütters nutzte dieses Treffen als Plattform einerseits, um die Neuigkeiten zur Erhöhung des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) auf 75 Millionen Euro noch für 2017 der entsprechenden Zielgruppe zu präsentieren und andererseits, um mit der Gastgeberin über die aktuelle Lage der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern in der Fernseh- und Filmindustrie zu diskutieren. 


Monika Grütters mit der ARD-Vorsitzenden Karola Ville
 
Im Wettbewerb um die silbernen und den goldenen Bären konkurrieren auch in diesem Jahr lediglich vier von achtzehn Filmen unter weiblicher Regie, was der Quote vergangener von drei zu 23 Filmen ähnelt. Die Ursachen dieser Schieflage sind vor allem veraltete Rollenstereotypen und die schwierige Vereinbarkeit von Karriere und Familie. Sie bremsen eine weitere Entwicklung der Frauenbeteiligung in der Film- und Fernsehbranche. 

„Frauen sind in Kultur und Medien deutlich unterrepräsentiert - in Führungspositionen, in Gremien und Jurys. Wir haben erste Lösungsansätze identifiziert - mehr starke, weibliche Rollenvorbilder, Coaching und Mentoring Programme. Und ein Kulturwandel ist voralem in den Köpfen, im Bewusstsein notwendig“, betonte Grütters. Die Staatsministerin zeigt sich jedoch optimistisch. Sie nimmt das Phänomen der Männerdominanz in der Film- und Fernsehbranche wahr und setzt sich für eine stärkere Repräsentation der Frauen aktiv, z.B. durch gesetzliche Änderung der Gremienbesetzung, ein. Nach der Rede von Monika Grütters war Zeit für weitere Gespräche mit den Teilnehmerinnen in lockerer Atmosphäre. 
 
In der Hoffnung dass die Premiere dieses ARD Berlinale Brunchs zur Stärkung der Frauenallianz Tradition wird, und dass die Film- und Fernsehbranche als Männerdomäne langfristig keine Hauptproblematik des Treffens bleibt, verabschiedeten sich die Gäste gestärkt und begannen einen weiteren spannenden Berlinale Tag.
 
   
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