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21.02.2008

CDU/CSU-Mitglieder besuchen das Virchow-Klinikum

Auf Einladung der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Katharina Reiche, der Berichterstatterin für Hochschulpolitik, Prof. Monika Grütters, und dem Obmann für Bildung und Forschung der CDU/CSU, Michael Kretschmer, besuchten Mitglieder der CDU/CSU-Fraktion am 21. Februar 2008 das Forschungshaus im Virchow-Klinikum, um im Gespräch mit Wissenschaftlern Fragen der aktuellen Debatte zur Stammzellenforschung zu diskutieren.

Einführend sprachen Dr. Daniel Besser vom Max - Delbrück - Centrum für molekulare Medizin in Berlin-Buch und Dr. Katrin Zeilinger von der Bioreactor Group Charité über die Forschung mit embryonalen und adulten Stammzellen. Eine ausschließliche Forschung mit adulten Stammzellen beurteilten die Wissenschaftler kritisch: Die Vermehrungsfähigkeit adulter Stammzellen sei im Vergleich zu embryonalen Stammzellen sehr eingeschränkt. Dies führe dazu, dass sie nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stünden. Embryonale Stammzellen besäßen dem gegenüber den Vorteil, dass sie sehr lange neutral gehalten werden könnten bis zu ihrer Differenzierung und sich in fast alle Zelltypen entwickeln ließen. Vom Studium der embryonalen Stammzellen erhoffe man sich zudem Erkenntnisse für die Behandlung adulter Stammzellen.

Beide Wissenschaftler sprachen sich für die Forschung mit embryonalen Stammzellen aus, die nach dem bislang gesetzlich fest gelegten Stichtag des 9. Januar 2002 entstanden sind. Die verbesserte Technik, mit der jüngere Stammzelllinien erzeugt wurden, habe zu eine besseren Zustand der Zellen geführt, die der Wissenschaft neue Erkenntnisse ermöglichten. England, Schweden, die USA, Spanien und Israel arbeiteten mit den neueren Stammzellen. Man suche auch an der Charité nach Alternativen, diese seien jedoch nicht für alle therapeutischen Anwendungen denkbar. Das beträfe beispielsweise Nervenzellen. Die Vermehrungsfähigkeit von Haut- und Blutzellen hingegen sei so, dass mit adulten Stammzellen gearbeitet werden könne. Ohne Forschung mit den neueren Stammzelllinien sei jedoch auch nicht feststellbar, inwieweit die Nutzung älterer Stammzellen eingeschränkt ist.

Die interdisziplinäre Bioreactor Group der Charité arbeitet an der Integration zellbiologischer und biotechnologischer Methoden für die in vitro 3D-Gewebegeneration und Stammzellkultur. Die Forschungen der Gruppe mit Stammzellen zielen auf eine zukünftige Lösung der Probleme bei Organtransplantation, insbesondere bei Leberversagen: der eingeschränkten Verfügbarkeit von Spendergewebe und Abstoßungsreaktionen nach der Transplantation

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