Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Landesvorsitzende der CDU Berlin |
 




   
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Besuchergruppe 09.12.2008

Kollegiaten des Viktor-Klemperer-Kollegs aus Marzahn-Hellersdorf  im Gespräch mit Monika Grütters

Am 9. Dezember 2008 besuchten Schülerinnen und Schüler des Fachkurses Politik am Viktor-Klemperer-Kolleg Monika Grütters als Abgeordnete für den Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf im Deutschen Bundestag.Monika Grütters im Gespräch mit den Kollegiaten


Monika Grütters im Gespräch mit den Kollegiaten

Wie frei sind Abgeordnete in ihrer Entscheidung? - wollten die Teilnehmer gleich zu Beginn des Gespräches von Monika Grütters wissen. Hintergrund war die gescheiterte Wahl von Frau Ypsilanti zur Ministerpräsidentin durch die Ablehnung vier ihrer hessischen SPD-Kollegen. Nach Ansicht von Monika Grütters verdiene die Haltung dieser Abgeordneten, die ihrem Gewissen gefolgt sind und gegen eine Zusammenarbeit mit den LINKEN gestimmt haben, Respekt.

„Eine aufrechte Haltung kann nicht durch Parteiausschluss abgestraft werden. In einer Partei muss es Respekt vor einem Meinungsspektrum geben,“ so die Abgeordnete. Sie findet das öffentliche Bekenntnis der vier Abgeordneten weitaus couragierter als eine Ablehnung in geheimer Wahl. 

Grundsätzlich seien die Abgeordneten natürlich nur ihrem Gewissen schuldig. Sie verwies jedoch auf die Herforderungen parlamentarischer Abstimmungen angesichts der Meinungsvielfalt allein innerhalb einer Partei, hier Fraktion oder einer Koalition. „Ohne Kompromissbereitschaft würde kein Gesetz das Parlament passieren,“ so Monika Grütters. Deutlich machte sie diesen Spagat zwischen persönlicher Überzeugung und handlungsfähiger Politik an der Abstimmung im Bundestag über das Familienleistungsgesetz. Gemeinsam mit anderen Abgeordneten hatte sie ihre Zustimmung dazu nur mit einer persönlichen Erklärung gegeben, die Nachbesserungen fordert.  

Als Kulturpolitikerin freute sich Monika Grütters über das Interesse der Jugendlichen an den Argumenten für eine Aufnahme der deutschen Sprache in das Grundgesetz. Sie schilderte ihren Arbeitsalltag als Berliner Bundestagsabgeordnete und machte auf Nachfrage die aus ihrer Sicht konstitutive Bedeutung von Parteien für unsere Gesellschaft deutlich. Die wachen und hintergründigen Beiträge der Kollegiaten stimmten sie zuversichtlich, dass Politik durchaus auch ein Thema sei, das Jugendliche erreichen kann und interessiert.

   
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